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Freitag, 17. August 2018

REZENSION: Die Krone der Unendlichkeit - Das rebellische Herz von Ebru Adin

Eckdaten

Einband: Taschenbuch
Verlag: Books on Demand
Autor: Ebru Adin
Seitenzahl: 300
Erscheinungsdatum: 13.07.2018
Preis: 9,99€
 
REZENSIONSEXEMPLAR
 
 

Inhalt

 
Sie können sich nicht voneinander fernhalten ... Doch ihre Welten trennen sie ...

»Glaubst du, dass die Ewigkeit ausreicht, um dich zu vergessen?«

Seit ihrer Kindheit verbringt Violet ihr Leben auf einem Internat, wo sie schnell lernt, sich alleine durchzukämpfen. Bis sie auf den mysteriösen Cole trifft. Er ist unverschämt, arrogant und stellt ihr ganzes Leben auf den Kopf, als er ihr die Tore zu einer neuen Welt offenbart. Eine Welt voller dunkler Gefahren, Magie und neuen Kreaturen, denen sich Violet stellen muss.

Zwei Welten. Zwei Schicksale.
Und eine Ewigkeit. 



💥 Kann Spoiler enthalten 💥



Meine Meinung

 Beginnen wir doch erstmal mit dem Äußeren des kleinen Schmuckstückes. Ist das Cover nicht wunderschön? Es strahlt so etwas mysteriöses, gefährliches und zugleich unglaublich schönes und kraftvolles aus. Wenn man das Buch gelesen hat und weiß worum es geht, dann passt es einfach wie die Faust aufs Auge.
Und damit wären wir bei der perfekten Überleitung zu der Protagonistin Violet. Sie ist nämlich eine, durch ihre Familie bedingte, sehr frustrierte Persönlichkeit. Violet ist aufbrausend, aber eine wahre Freundin und ich mag sie unheimlich gern. Sie durchlebt so vieles im Laufe der Geschichte... arschige Familienmitglieder, Dämonenangriffe, eine entführte Freundin, ätzende göttliche Typen und und und...trotzdem ist sie stark, setzt sich für ihre Überzeugungen und Freunde ein. Ich bewundere sie sehr dafür!
Auch Nathan, Violets bester Freund, ist mir mehr als sympathisch mit seiner fröhlichen Art. Er ist echt ganz schön verpeilt und trotzdem ein schlauer Bursche. Im Laufe des Buches lernen Violet und Nathan auch noch andere Personen kennen, wie z.B. Cole, einen sehr gutaussehenden Göttersohn. Anfangs war er mir ziemlich unsympathisch, auch wenn eine gewisse Anziehung nicht zu leugnen war. Umso mehr die Geschichte voranschritt desto lieber wurde er und desto lieber wurde er Violet und mir.
Zu guter Letzt war da noch Azriel. OMG ich weiß nicht was ich dazu sagen soll... er ist heiß und ein Arsch.. aber auch irgendwie süß? Nein er ist ein Arsch! Ich hoffe aber, dass er eigentlich keiner ist, weil eigentlich glaube ich nicht das er einer sein will. Entscheidet selbst, wenn ihr es lest 😜
Der Schreibstil von Ebru gefällt mir unheimlich gut. Ich war sofort in der Geschichte drin und es war als wäre ich dabei wie Violet durch Zehlona (Das Land der Träume) wandert.



Wir saßen uns auf einem kleinen Wolkengarten, der einen durch die Gegend trug. Man musste sich das wie eine kleine Terrasse vorstellen, die sich auf einer Wolke befand. Es war so abgefahren, aber ich saß tatsächlich auf einer Wolke, die sich zudem so flauschig anfühlte, als würde ich Wolle anfassen. 

S. 206
Wolken anfassen? Definitiv ein Kindheitstraum! 😍


Leider gab es ab und zu ein wenig Verwirrung, da sich kleine Fehler in den Text gemischt haben. Nichts dramatisches, dennoch an 1-2 Stellen musste ich zweimal drüberlesen, bis ich den Sinn ganz erfasst habe. Aber seien wir ehrlich, wem passiert das nicht? Wer weiß wie viele Fehler ich hier reingehauen habe... Es hat dem schönen Schreibstil keinen Abbruch getan.
Auch inhaltlich konnte mich die Geschichte überzeugen. Ich habe länger kein Fantasybuch mehr gelesen und dieses Buch hat meine Lust auf Fantasy erneut angefacht! An manchen Stellen hätte ich mir allerdings noch mehr Ausführungen gewünscht, es ging manchmal ziemlich flott durch die Handlung. Bei manchen Büchern dauert es ewig bis man etwas passiert, aber hier ging alles Knall auf Fall. Was aber definitiv nicht negativ ist. Trotzdem hätte ich z.B. gerne mehr über das Volk von Zehlona erfahren bzw. mehr Einblick in ihre Kultur.
Insgesamt aber ein unglaublich gutes Buch und ich freue mich schon sehr auf den zweiten Band!

Fazit

Ein tolles Buch. Trotz kleiner Aspekte, die mich nicht 100%ig überzeugt haben, ein Buch für jeden Fantasyliebhaber. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht dieses Buch zu lesen und ich MUSS wissen wie es weitergeht!
Also wer Fantasy Fan ist und gerade Göttergeschichten mag, ran da!





Samstag, 7. April 2018

REZENSION: Tick Tack von Megan Miranda

Eckdaten

 

Verlag: DHV Der Hörverlag
Sprecher: Nora Waldstätten
Spieldauer: 571 Minuten
Preis: 9,99€

REZENSIONSEXEMPLAR



Inhalt


Zehn Jahre ist es her, dass Nic ihre Heimatstadt von einem Tag auf den anderen verließ. Doch die Erinnerungen an die Nacht, in der ihre beste Freundin Corinne spurlos verschwand, haben sie nie losgelassen. Hatte jemand aus ihrem Freundeskreis etwas damit zu tun? Eines Tages erhält sie eine geheimnisvolle Nachricht: „Dieses Mädchen. Ich habe sie gesehen.“ Nic weiß, dass nur eine damit gemeint sein kann – Corinne. Sie fährt zurück in das von dunklen Wäldern umgebene Städtchen, um herauszufinden, was damals wirklich geschah. Doch schon am selben Abend verschwindet erneut ein Mädchen – das Mädchen, das ihnen allen damals ein Alibi geliefert hatte …

Meine Meinung:

Das Cover finde ich sehr schön. Es ist recht schlicht gehalten und vermittelt trotzdem eine düstere Stimmung. Es passt hervorragend zum Inhalt des Hörbuchs. Der Wald spielt in der Geschichte eine zentrale Rolle und auch die "Fäden" spiegeln die Verwobenheit der Geschehnisse wider.
Die Sprecherin fand ich anfangs ein wenig gewöhnungsbedürftig. Nach einiger Zeit, habe ich mich jedoch daran gewöhnt und konnte sie sogar ganz gut leiden. Sie hat eine sehr ruhige und angenehme Stimme. Sie passt super zur Protagonistin.
Was mich aber ein wenig gestört hat, war die Schreibweise. Das die Geschichte rückwärts erzählt wurde, fand ich zwar eine interessante Idee, aber seeeeehr verwirrend. In regelmäßigen Abständen dachte ich nur häää? 
Inhaltlich war die Geschichte in Ordnung, aber ehrlich gesagt nicht spannend. Es war interessant zuzuhören und etwas über Nics Leben und ihre Geschichte zu erfahren. Aber spannend war es nicht...

Fazit

Insgesamt ein solides (Hör-) Buch, allerdings mit einigen Schwächen. Ein Thriller mit geringer Spannung. Sicherlich gut geeignet für Leute, die sich nicht an heftige Thriller trauen und es lieber entspannter angehen lassen wollen.
Hätte ich das Buch nicht als Hörbuch gehört, hätte ich es eventuell abgebrochen. Da es mich nicht richtig fesseln konnte. So war es ein nettes Hörbuch für nebenbei.

Mittwoch, 21. März 2018

MEIN EINDRUCK: My Mindful Flow von Jocelyn de Kwant

Eckdaten

Einband: Paperback
Verlag: Südwest
Autor: Laura Kneidl
Seitenzahl: 240
Preis: 15,00€

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Zum Buch📕

Es ist ein Buch mit 365 kleinen Aufgaben, die einem beim Entspannen helfen sollen. Ziel ist es, sich einfach komplett auf die kleinen Aufgaben und sich selbst zu konzentrieren, Handy beiseite und all den alltäglichen Stress vergessen.
Der Inhalt ist in 12 Kapitel unterteilt:
  1. Natur
  2. Alltag
  3. Spiel
  4. Körper
  5. Kritzeleien
  6. Verbundenheit
  7. Sinne
  8. Schreiben
  9. Kreativität
  10. Erforschen
  11. Essen
  12. Nichtstun
Dabei gibt es ganz verschiedene Dinge zu erledigen. Ob malen, kritzeln, kleben, basteln oder raus in die Natur, alles ist dabei.


Gestaltung🖍

Neben den "Ideen für ein achtsames Leben" ist das Buch durch viele Illustrationen (von Sanny Van Loon) verziehrt. Jedes Kapitel hat eine eigene Farbe und auch in den einzelnen Kapiteln unterscheidet sich die Seitengestaltung, nicht nur durch die Illustrationen, ob karierte Seiten oder leichte Farbabstufungen. Jede Seite hat etwas besonderes. Durch die bunte Gestaltung macht nur das Durchblättern schon Spaß.


Meine Meinung

Ich finde dieses Buch sooooooooooo toll! Ich liebe ja solche Dinge um zu entspannen und wenn das nicht entspannt, dann weiß ich auch nicht. Leider konnte ich natürlich noch nicht alles testen, aber was ich bis jetzt gemacht habe ist wirklich schön. Gerade die Malaufgaben gefallen mir sehr gut. Chai Latte, ein Hörbuch oder Musik und schon wird MY MINDFUL FLOW gefüllt! 
Das Buch ist so wundervoll gestaltet, es anzusehen und die Ideen zu lesen bereitet mir einfach Freude. Dazu gibt es einfach so viele verschiedene Dinge, die man machen kann.
Jocelyn de Kwant hat da wirklich ein tolles Werk geschaffen!


Fazit

Ich glaube das Fazit ist ziemlich eindeutig oder? Ich liebe es und ich freue mich schon den Rest des Buches zu füllen! Ich kann es wirklich allen empfehlen, die viel Stress haben und etwas suchen um den Alltag zu vergessen und sich seiner bewusst zu werden.

Donnerstag, 22. Februar 2018

REZENSION: Before you go von Clare Swatman

Eckdaten

Einband: Paperback
Verlag: Blanvalet
Autor: Clare Swatman
Seitenzahl: 379
Preis: 9,99€

REZENSIONEXEMPLAR 


 Inhalt

Zoe und Ed sind ein Traumpaar, doch im Laufe der Jahre ist ihre Beziehung ins Wanken geraten. Nach einer ihrer häufigen Auseinandersetzungen geschieht das Unfassbare: Ed stirbt bei einem Unfall. Zoe glaubt, an ihrem Schmerz zu zerbrechen. Wieso hat sie Ed an diesem Morgen nicht mehr gesagt, wie sehr sie ihn liebt? Nachdem sie wenig später schwer stürzt, erwacht sie in einer Version ihres Lebens, in der Ed noch am Leben ist und sich die beiden gerade erst kennenlernen. Fortan hat Zoe die Chance, ihr gemeinsames Leben zu verändern. Bis der Tag von Eds Unfall unaufhaltsam näher rückt …
Quelle

Meine Meinung

Fangen wir doch bitte erstmal mit dem Cover an. Ist es nicht wunderschön!? Ich finde es wirkt sehr schlicht, doch betrachtet man es genauer fallen einem "Besonderheiten" auf. Also erst einmal finde ich die Idee mit den vielen Luftballons, als Herz geformt, so schön. Dann ist der Titel, zumindest der englische Teil, auch noch geprägt. Das heißt Lea hat mal wieder was zum anfassen :D #ichliebegeprägtecover und zu guter Letzt schimmert das Buch leicht Gold, wenn man es ins Licht hält. Also ich liebe dieses Cover!
Auch inhaltlich gefällt mir dieses Buch unglaublich gut! Das Buch beginnt mit dem Tag an dem Ed stirbt. Der Prolog ist dabei aus der Sicht eines er/sie Erzählers geschrieben, was mich nicht sehr begeistert hat. Doch ab dem ersten Kapitel wird dann aus Sicht von Zoe geschrieben. Sie erwacht in der Vergangenheit und durchlebt viele Stellen ihres Lebens, die mit Ed zu tun hatten. Letztendlich versucht sie die Vergangenheit zu verändern, damit Ed überlebt.
Im Laufe des Buches wird immer klarer wie unterschiedlich die beiden eigentlich sind. Sie will in der Stadt bleiben - er aufs Land ziehen, er will Kinder - sie nicht.... dennoch bin ich erstaunt über die innige Liebe, die sie verbindet. So vieles ist zwischen ihnen schief gelaufen und sie mussten so vieles durchstehen und doch liebt Zoe Ed so sehr und versucht alles um ihn zurück zu bekommen.
Ich finde bei diesem Buch handelt es sich um eine wunderschöne, aber auch traurige Liebesgeschichte. Sie zeigt, dass egal was einem auch passiert, die Liebe standhalten kann. Auch wenn das Ende des Buches ein wenig unrealistisch ist, finde ich diesen Abschluss sehr gelungen. Ich war zu Tränen gerührt!

Fazit

Das Buch kann ich nur jedem ans Herz legen, der Liebesgeschichten liebt! Dieses Buch ist rundum gelungen. Ein toller Schreibstil, Emotionen und alles was zu einem tollen Roman dazu gehört.

Freitag, 2. Februar 2018

REZENSION: Mein Leben oder ein Haufen unvollkommener Momente von Peter Bonanni

 Eckdaten

Einband: Hardcover
Verlag: Hanser
Autor: Peter Bonanni
Seitenzahl: 272
Preis: 18,00€ 

REZENSIONSEXEMPLAR

 

Inhalt

Getroffen haben sich Tess und Jonah nur ein einziges Mal. Obwohl sie sieben Monate zusammen waren. In dieser Zeit haben sie alles miteinander geteilt per Chat, Facebook, Tweets, haben sich herzzerreißende E-Mails geschrieben, ihr Innerstes preisgegeben, sich gegenseitig ihre Liebe erklärt. Und trotzdem hat Tess es nicht kommen sehen: Jonahs Selbstmord. Doch Tess sendet weiter Nachrichten an Jonah, ihre erste Liebe. Es ist ihre Art, die Trauer zu verarbeiten. Und eines Tages erhält sie tatsächlich Antwort … Ein außergewöhnlicher Roman über Tod und Abschied in Zeiten von Social Media und darüber, dass jedem Ende ein neuer Anfang – und vielleicht sogar eine neue Liebe – innewohnt.

Meine Meinung

Ich weiß gar nicht so recht was ich zu diesem Buch sagen soll... ich bin ziemlich zwiegespalten, was diesen Roman angeht.
Das Cover finde ich sehr gelungen. Ich mag den metalischen Schimmer. Das Cover sieht unvollkommen aus, passend zum Titel.
Ich hatte nach dem Klappentext mit einer tragischen Liebesgeschichte von Tess und Jonah gerechnet. Dabei ging es in dem Roman nicht wirklich um Tess und Jonah...
Die Geschichte beginnt nach dem Tod von Jonah, man erfährt nur nebenbei wie die beiden sich kennengelernt haben und was sie miteinander geteilt haben. Es ging eher um die Trauer von Tess, die ihm weiterhin Nachrichten schickt. Wobei sich raus stellt, dass sie die meiste Zeit nicht mit Jonah geschrieben hat...
Mit Tess bin ich im ganzen Buch nicht warm geworden... sie ist humorvoll, aber auch sehr zynisch und unnahbar. Immer wieder dachte ich, sie würde sich verändern, auftauen. Beispielsweise als sie die Beerdigung für Betty organisiert hat, doch es kamen auch immer wieder Situationen wo ich dachte Ernsthaft?
Aber dieser Gedanke kam mir im Laufe des Buches immer wieder. Ob es dabei um ihren Vater, Pferdebeerdingungen, Apps die Tote in Sozialennetzwerken weiterleben lassen oder um Sex geht. Immer wieder war ich verwirrt.
Ich finde zwar das es ganz süß geschrieben wurde, dennoch war ich enttäuscht. Ich glaube der Autor wollte viele Gefühle und Gedanken transportieren, doch sie haben mich nicht erreicht... Ich habe geschmunzelt und war traurig, das ja. Aber sobald ich das Buch zur Seite gelegt habe, war es vergessen. Ich habe mir keine weiteren Gedanken mehr darüber gemacht. Ich finde ein gutes Buch wirkt nach, manchmal tagelang. Dieses leider nicht.

Fazit

Der Roman war angenehm geschrieben und die Idee war gut. Leider wurde es nicht sonderlich gut umgesetzt. Ich habe mich nicht durchgequält oder ähnliches und hin und wieder musste ich schon schmunzeln. Allerdings konnte es mich nicht vollkommen überzeugen. Teilweise war es mir zu unrealistisch und gefühlneutral geschrieben.. leider... Ich hatte mich sehr drauf gefreut.
Insgesamt würde ich sagen ist das Buch in Ordnung.


Freitag, 5. Januar 2018

REZENSION: Kleine große Schritte von Jodi Picoult


Eckdaten

Erscheinungsdatum: 02.10.2017
Verlag: C. Bertelsmann
Seitenzahl: 584
Preis: 20€

REZENSIONSEXEMPLAR

 

 

 

 

 

Cover

Fangen wir doch erst einmal mit dem Äußerlichen des Buches an. Das Buch besitzt einen Umschlag aus Papier (den ich, wie ich gerade gesehen habe, schon leicht ramponiert habe...). Der Hintergrund des Covers ist rosa/lila und darauf sind rosane Blüten mit dunkelgrünen Stängeln zu sehen. Außerdem zieren goldene Punkte das Cover. Das Buch an sich ist schlicht, in grün gehalten.
Ich finde das Cover wunderschön!

Inhalt

Dem Klappentext kann man ja schon entnehmen, was einem ungefähr in diesem Buch erwartet. Es geht um Ruth. Eine schwarze Krankenschwester, dem der Kontakt bzw. die Pflege eines Kindes verweigert wird, einfach WEIL sie schwarz ist.
Kurz darauf ist sie jedoch mit dem Kind alleine. Alle anderen diensthabenden Krankenschwestern werden zu einem Notfall gerufen. Dem Kind geht es jedoch plötzlich schlecht und Ruth weiß nicht was sie tun soll... helfen und damit ihren Job riskieren? oder das Kind womöglich sterben lassen?. Sie entscheidet sich zu helfen, doch trotzdem schafft es das Kind nicht. Die Familie macht sie für den Tod verantwortlich.
Ruth wird verhaftet und wegen Mord und fahrlässiger Tötung vor Gericht gestellt. Sie lernt Kennedy kennen, ihre Pflichtverteidigerin. Kennedy lässt der Fall von Ruth nicht mehr los und tut alles in ihrer Macht stehende um ihr zu helfen. Allerdings ist für sie eins von vornherein klar... das Thema Rassismus hat mit dem Fall nichts zu tun...
Ein nervenaufreibender Prozess beginnt, der jedoch einige intressante Wendungen mit sich bringt!

Meine Meinung

Charaktere

Die Geschehnisse werden von drei Personen geschildert.
Einmal von Ruth Jefferson, der angeklagten Krankenschwester. Ruth war mir gleich sehr sympathisch. Sie ist so eine ruhige und liebenswürdige Persönlichkeit und ist gleichzeitig keineswegs schwach. Aufgrund ihrer Hautfarbe gerät sie im Laufe ihres Lebens immer wieder in Situationen, die uns als weißer Person nicht wiederfahren würden. Dennoch verhält sie sich "mehr weiß als schwarz", sie passt sich an und führt ein gutes Leben. Doch im Laufe der Geschichte beginnt sie immer mehr an sich zu zweifeln und an alljenen in ihrer Umgebung. Gefühle, die sie in verschlossen sich trug, bahnen sich ihren Weg an die Oberfläche und ihr wird sich dem Rassismus immer bewusster.
Dann gibt es da noch Turk Bauer. Er ist der Vater des verstorbenen Kindes und ein Rechtsradikaler. Bevor ich überhaupt über seine Sicht der Dinge gelesen habe, war Turk mir unsympathisch. Ich meine jeder hat in irgendeiner Weise Vorurteile gegenüber anderen, aber Gewalt und Diskriminierung jeglicher Art sind mir ein Graus. Umso perplexer war ich als sich herausstellte, dass Turk nicht von grundauf ein komplettes Arschloch ist. Gegenüber seiner Familie ist er total liebevoll und fürsorglich. Turk ist das, was man aus ihm gemacht hat. Ein Produkt, welches einer ominösen Erziehung entwachsen ist. Er tritt für das ein an das er glaubt (ob es nun richtig ist oder nicht) und würde alles für seine Familie tun.
Und zu guter Letzt. Kennedy McQuarrie, die Pflichtverteidigerin. Eine Frau mit Mann und Kind, die ihren Beruf liebt und von sich fest überzeugt ist keine Rassistin zu sein. Kennedy ist eine tolle Frau, sie lässt Ruth nicht im Stich und kann Fehler eingestehen. Auch sie wächst im Laufe des Buches über sich hinaus. Mir war Kennedy auf Anhieb sympathisch. Ich mag ihren Humor und wie sie sich nicht sträubt alles zu tun um dafür zu sorgen, dass Ruth für unschuldig befunden wird, selbst wenn sie dafür eine unsichtbare Grenze übertreten muss.


Aufbau des Buches

Der Roman ist in drei Stadien unterteilt. Diese wurden mit Begrifflichkeiten einer Geburt unterteilt, damit zieht Jodi Picoult einen Vergleich zwischen einer Geburt und dem Prozess von Ruth. Im ersten Stadium vorzeitige Wehen und erste Wehen wird beschrieben, wie Ruth zu ihrem Beruf kam und was mit Davis Bauer (dem Kind der Bauers) geschah. Im zweiten Stadium Presswehen geht es dann um den, wie ich behaupten würde, schwierigsten Teil. Der Prozess. Das letzte Stadium Nachgeburt erzählt wie es den Verbliebenen sechs Jahre später geht. Außerdem wird pro Kapitel die Sicht auf die dinge geändert, da immer einer der Protagonisten aus seiner Ansicht berichtet.
Ich mag die Aufteilung des Buches und insbesondere den Vergleich mit der Geburt. Allerdings fand ich die Kapitel häufig zu lang. Ich mag es wenn die Kapitel kürzer sind, ansonsten habe ich das Gefühl mich bis zum nächsten Kapitel quälen zu müssen. Ich mag es nicht mitten im Kapitel zu pausieren.


Inhaltlich

Ich fand das Buch mega gut! Jodi Picoult hat es geschafft einen Roman zu schreiben, der zum Nachdenken anregt. Rassismus begegnet uns täglich und dennoch sprechen wir viel zu selten darüber. Das heißt uns ist vielleicht die falsche Formulierung. Ich meine ich bin weiß und weiß deshalb nicht wie es ist wegen seiner Hautfarbe verurteilt zu werden. Ich war erstaunt als ich laß wie viel Misstrauen und Verachtung auch in der heutigen Zeit farbigen Leuten gegenüber an den Tag gelegt wird. Auch die Tatsache wie viele Rechtsradikale sich unter uns bewegen ohne ihr wahres Gesicht zu zeigen, finde ich erschreckend. Man weiß zwar das es Rechtsradikale gibt, aber der Gedanke dein Nachbar gehöre womöglich zu ihnen ist doch gruselig oder?
Dieses Buch hat hat in mir ein Gefühlchaos hinterlassen. Bin ich in irgendeiner Weise rassistisch ohne es zu wollen? Warum überhaupt existiert Rassismus? Sind wir nicht letztendlich alle nur Menschen?
Ich würde gerne ein Zitat bringen, welches Picoult in ihrem Nachwort schreibt.
[...] So wie der Rassismus Farbige benachteiligt und es ihnen erschwert, in unserer Gesellschaft erfolgreich zu sein, begünstigt es die Weißen und erleichtert ihnen den Erfolg. [...]
S. 581
Vielleicht ist das der Grund weshalb Rassismus weiterhin existiert. Ich finde es ungerecht und falsch. Ich bin froh das Jodi Picoult dieses Buch geschrieben hat! Ich finde es bewundernswert, dass sie sich daran gewagt hat dieses Buch zu schreiben.


Fazit

Dieses Buch ist ein besonderes Buch. Die Thematik ist immer aktuell, denn ich glaube Rassismus wird nicht so schnell verschwinden wie ich es gern hätte... Auch wenn wir schon einen Schritt in die richtige Richtung machen, fehlt doch noch eine ganze Menge.
Es ist mitreißend und emotional. Ich bin froh mich auf das Buch und Thema eingelassen zu haben, denn ich habe viel dazugelernt und dafür danke ich Picoult!
Ich kann es euch nur ans Herz legen es zu lesen. Ich habe nur einen Kritikpunkt, wie oben bereits erwähnt fand ich die Kapitel einfach zu lang. Ansonsten ein rundum gelungenes Buch!!